Lateinamerika / Afrika / Nahost:
Von Santiago über Kapstadt bis Teheran
In Lateinamerika ist Bayer seit über 110 Jahren vertreten. In der Region Lateinamerika, Afrika und Nahost erwirtschafteten im Jahr 2010 insgesamt 16.100 Mitarbeiter 5,6 Mrd. Euro und damit 16,0 % des Konzernumsatzes.
Durch stetige Investitionen und die Optimierung der Konzernaktivitäten hat Bayer sich in Lateinamerika eine starke Position aufgebaut. Dank moderner, umweltgerechter Produktionszentren und effektiver Vertriebs- und Marketingorganisationen ist Bayer in der Lage, am Wachstum in der Region teilzuhaben und die wirtschaftliche Entwicklung engagiert mitzugestalten. Wichtige Produktionszentren befinden sich in Mexiko, El Salvador, Kolumbien, Brasilien und Argentinien.
Bayers Geschichte in Afrika geht zurück ins Jahr 1920, als man dort erstmals mit dem Vertrieb von Produkten des Unternehmens begann.
Heute ist Bayer auf dem ganzen Kontinent von Casablanca bis Kapstadt vertreten. Bayers Geschäftsaktivitäten werden über die Beteiligungsgesellschaften der drei afrikanischen Ländergruppen Nord-, West- und Zentralafrika, Osttafrika und Südafrika gesteuert. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in den Bereichen HealthCare und Pflanzenschutz. Produktionsanlagen für diese Bereiche gibt es in Marokko und Südafrika.
Die Länder im Nahen Osten spannen die Brücke zwischen Europa und Fernost. Bayer ist auf den Märkten der Region seit den späten 1880er Jahren präsent und bietet das gesamte Produktportfolio an.
| Lateinamerika/Afrika/Nahost | |
| Umsatz | 5.628 Millionen Euro (17,7 %) * |
| F+E-Ausgaben | |
| Gesellschaften | 45 **
|
** Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften (Stand 31.12.2010)
Andenregion
Andenregion - hierzu gehören Kolumbien, Ecuador, Peru und Venezuela. Die Zentrale der Region befindet sich im kolumbianischen Bogotá. Die Region hat einen Anteil von 16 Prozent des Gesamtumsatzes in Lateinamerika, wobei der Löwenanteil auf Bayer HealthCare entfällt. In der Andenregion liegen vier Produktions- bzw. Fomulierungszentren, und zwar in Kolumbien (Barranquilla und Cali) und Venezuela (Caracas und Maracay).
Brasilien
Brasilien - Der größte nationale Markt, auf dem sich Bayer in Lateinamerika engagiert. Die Aktivitäten von Bayer in Brasilien machten 2008 einen Anteil von 39 Prozent am Gesamtumsatz in Lateinamerika aus. Bayer CropScience liegt in Brasilien an erster Stelle, gefolgt von Bayer HealthCare. Die brasilianische Zentrale von Bayer befindet sich in São Paulo. In Brasilien betreibt Bayer zwei Produktionsstätten: in São Paulo und in Belford Roxo.
Conor Sur
Cono Sur - hierzu zählen Argentinien, Paraguay, Uruguay, Bolivien und Chile. Die Verwaltungs- und Vertriebszentrale befindet sich im argentinischen Buenos Aires. Auf die Gruppe der Cono-Sur-Länder entfallen 14 Prozent des Gesamtumsatzes von Bayer in Lateinamerika. Am stärksten sind Bayer HealthCare und Bayer CropScience. Die Produktionsstätten der Region befinden sich in Argentinien: zwei in Pilar und eine weitere in Zárate.
Mexiko
Mexiko - Mit einem Anteil von 23 Prozent am Umsatz in Lateinamerika ist Mexiko für Bayer der zweitgrößte Markt der Region. Die zwei führenden Teilkonzerne sind Bayer HealthCare und Bayer MaterialScience. Die mexikanische Zentrale von Bayer befindet sich in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. In Mexiko betreibt Bayer fünf Produktionsstandorte, und zwar in Lerma, Mexiko-Stadt, Santa Clara und Orizaba sowie ein Joint-Venture in Monterrey.
Mittelamerika und Karibik
Mittelamerika und Karibik - Zu dieser Region zählen Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, die Dominikanische Republik, Kuba und die Inseln in der Karibik, u.a. Jamaika, Trinidad und Tobago, Barbados, die Bahamas, Curaçao und Aruba. Die Zentrale der Region befindet sich in Costa Rica. Auf die Region entfallen 8 Prozent des Umsatzes, den Bayer in Lateinamerika tätigt, und drei Produktionsstätten. In Zentralamerika und der Karibik liegt Bayer HealthCare an erster Stelle, gefolgt von Bayer CropScience.
Afrika
Bayer ist in Afrika mit allen seinen Geschäftsaktivitäten vertreten. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in den Bereichen HealthCare und Pflanzenschutz. Produktionsanlagen für diese Bereiche gibt es in Marokko und Südafrika.
Südafrika nimmt in der Afrikastrategie des Konzerns eine Schlüsselposition ein. Dort werden nahezu 50 Prozent des gesamten Umsatzes auf dem Kontinent erwirtschaftet. Zur Gruppe in Südafrika gehören zwei Produktionsstätten: Die Anlagen in Kwa-Zulu Natal und Gauteng stellen Produkte für den Geschäftsbereich Animal Health der Bayer HealthCare sowie für Bayer CropScience her.
Neben dem nationalen und afrikanischen Markt beliefert die südafrikanische Landesgesellschaft wichtige Länder im Indischen Ozean wie Mauritius und Madagaskar.
Kontakt:
Bayer Pty Limited
27 Wrench Road
Isando, 1600, South Africa
P O Box 143
Tel.: 27 (0) 11 921 5911
Fax: 27 (0) 11 921 5766
Drehscheibe für die Bayer-Aktivitäten in Nord-, West- und Zentralafrika ist die Bayer Maghreb S.A. mit Sitz in Casablanca, Marokko.
Die Zentrale der Bayer East Africa Ltd. befindet sich in Nairobi, Kenia.
Nahost
Die Länder im Nahen und Mittleren Osten spannen die Brücke zwischen Europa und Fernost. Bayer ist auf den Märkten in dieser Region seit vielen Jahren präsent und bietet das gesamte Produktportfolio an.
Größte Gesellschaft in der Region ist die Bayer Türk mit Sitz in Istanbul. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahre 2008 mit seinen knapp 1.600 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 470 Millionen Euro. Bayer Türk repräsentiert alle Aktivitäten der drei Teilkonzerne Bayer Materialscience, BayerHealthCare und Bayer CropScience.
Die Pharma-Tochter BIFA in Istanbul formuliert pharmazeutische Produkte. In Gebze produziert Bayer Türk Pflanzenschutzmittel.
Die Bayer Türk exportiert Produkte der Teilkonzerne Bayer HealthCare und Bayer CropScience in die Nachbarländer.
Wie in der Türkei ist das Unternehmen auch im Iran und in Israel mit einer eigenen Gesellschaft vertreten.
In den Arabischen Ländern ist Bayer mit eigenen Büros in Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien und Zypern vertreten. Die Verwaltungszentrale befindet sich in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. In den anderen Ländern dieser Region erfolgt die Vermarktung von Bayer-Produkten über Fremdvertretungen.

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