Schlechte Karten für Fälscher
Leverkusen, 15. Juni 2009 – Durch Geldkartenbetrug mit gefälschten Kartenkopien ist in Deutschland im Jahr 2008 ein Schaden von rund 40 Millionen Euro entstanden. Mit der neuen Polycarbonat-Folie Makrofol® ID ProteXXion von der Bayer MaterialScience AG könnte „einschlägigen Ganoven“ endgültig das Handwerk gelegt werden.
Sie enthält so genannte Metallkennzeichnungsplättchen (OVDot®), die als winzige Partikel stochastisch in ihr verteilt und individuell als Identitätssicherheitsmerkmal gestaltbar sind. Mit Hilfe der Overlay-Folie lassen sich daher Polycarbonat-Sicherheitsdokumente wie Personalausweise, Pässe, Führerscheine und künftig auch Kreditkarten herstellen, die jeweils eine unverwechselbare, einmalige Oberfläche aufweisen. Große Einsatzchancen bestehen auch im Markenschutz hochwertiger Artikel und bei der Herstellung fälschungssicherer Label. „Durch die zufällige Verteilung der Metallpartikel ist jeder aus unserer neuen Folie gefertigte Ausweis ein Unikat und damit praktisch fälschungssicher“, so Cengiz Yesildag, Head of Sales der Films Unit bei Bayer MaterialScience.
Die rund einen Zehntel Millimeter großen Metallplättchen lassen sich individuell nach Kundenwünschen mit alphanumerischen Informationen wie Buchstaben versehen. Auch Logos, Piktogramme und Hoheitszeichen können aufgebracht werden. „Das erhöht noch einmal die Fälschungssicherheit der Karten“, so Dirk Pophusen, Head of Business Development in der Films Unit von Bayer MaterialScience.
Die neue Folie hat eine Dicke von 100 Mikrometern. Sie kann kalt und warm verformt und mit Thermoplasten im Folienhinterspritzverfahren, auch Film Insert Molding genannt (FIM), hinterspritzt werden. Sie lässt sich dabei zuvor per Siebdruck und Lasereingravurverfahren dekorieren.
Bei der Markteinführung der neuen Folie arbeitet die Films Unit eng mit der Bayer Technology Services GmbH zusammen. Anlass der Kooperation war die vom Bayer-Teilkonzern kürzlich vorgestellte Technologieplattform ProteXXion®. Diese ermöglicht ein laseroptisches Auslesen von Oberflächeninformationen zur fälschungssicheren Authentifizierung von Objekten. Dabei werden mit dem Lichtstrahl eines Laserscanners die reflektorischen Eigenschaften einer Objektoberfläche erfasst, digitalisiert und mit speziellen Auswerte-Algorithmen verdichtet. Die Datensätze können jederzeit lokal oder über eine Web-Applikation mit einem zuvor erstellten Registrierungsscan aus einer Datenbank abgeglichen werden. Dies erlaubt die eindeutige Authentifizierung des Objektes oder der Karte. „Wir bieten den Anwendern der Karten aus der neuen Folie die gesamte technische Peripherie von ProteXXion®, damit sie die Karten schnell und zweifelsfrei authentifizieren können – so unter anderem laseroptische Scanner und Auswerte- und Vergleichssoftware“, erläutert Dr. Markus Gerigk, bei Bayer Technology Services Leiter des Bereichs Authentification Solutions.
Über Bayer MaterialScience
Mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2008 rund 15.100 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayermaterialscience.de und www.protexxion.de.
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Helene Einramhof-Florian
Tel.: +43-1-711 46-2221
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