Bayer CropScience und das Internationale Reisforschungsinstitut (IRRI) bauen wissenschaftliche Kooperation aus
Monheim, 4. Dezember 2009 – Bayer CropScience und das Internationale Reisforschungsinstitut (International Rice Research Institute, IRRI) in Los Baños, Philippinen, haben ein Programm für den Austausch von wissenschaftlichem Know-how vereinbart. Beide Partner wollen mit ihrer Zusammenarbeit die Produktivität des Reis-Anbaus erhöhen. Dafür soll die genetische Vielfalt der Reispflanze besser genutzt und das Management von Pflanzenkrankheiten verbessert werden. Zu den Zielen der Kooperation gehören außerdem die Reduzierung von Klimagasen und die frühe Förderung von Wissenschaftlern.
Mit der Vereinbarung wird die wissenschaftliche Zusammenarbeit beider Parteien zum Vorteil von Reis-Erzeugern in Asien und darüber hinaus ausgebaut. Im April 2008 hatte sich Bayer CropScience einem Konsortium für die Entwicklung von Hybridreis (Hybrid Rice Research and Development Consortium, HRDC) angeschlossen. Dieses vom IRRI geführte Partnerschafts-Programm zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor dient der Entwicklung und dem Austausch von Hybridreis-Technologien.
Die neue Vereinbarung umfasst vier gemeinsame Aktivitäten: Zum einen schließt sich Bayer CropScience einem breit angelegten internationalen Projekt an, bei dem die genetische Vielfalt von Reis durch eine neue Datenbank mit den genetischen Informationen von über 2.000 verschiedenen Kultur- und Wildreissorten erschlossen werden soll. Zweitens werden beide Parteien ein Diagnosekit entwickeln, mit dem sich im Reis-Saatgut der Krankheitserreger, der Bakterienbrand auslöst, schnell und zuverlässig nachweisen lässt. Bakterienbrand ist eine verbreitete Krankheit in vielen Reisanbauländern in Asien. Die heutigen Untersuchungsverfahren sind unzulänglich und liefern bisweilen falsch positive Befunde. Das neue Kit soll breit verfügbar gemacht werden. Beim dritten Projekt sollen Treibhausgas-Emissionen auf Reisfeldern gemessen werden, nachdem von herkömmlich angebautem auf direkt gesäten Reis mit sparsamer Bewässerung umgestellt wurde. Außerdem wird Bayer CropScience einen talentierten jungen Reis-Forscher mit einem Doktorandenstipendium fördern.
„Reis ist die wichtigste Nahrungspflanze der Welt. Durch die Erforschung ertragreicher, krankheitsresistenter Sorten wollen wir einen Beitrag zur Sicherung der Versorgung mit Nahrungsmitteln im 21. Jahrhundert leisten. Unsere Kooperation mit dem IRRI wird dazu beitragen, die nötigen wissenschaftlichen Kapazitäten aufzubauen und zu stärken“, sagte Professor Friedrich Berschauer, Vorstandsvorsitzender von Bayer CropScience.
„Diese Vereinbarung beruht auf der Funktion des IRRI, Reisfarmer mit wissenschaftlichen Lösungen dabei zu unterstützen, ihre Erträge auf eine nachhaltige Weise zu erhöhen. Damit trägt das IRRI dazu bei, dass Farmer und Verbraucher der Armut entkommen können“, erklärte Dr. Achim Dobermann, stellvertretender Generaldirektor und Forschungsleiter des IRRI. „Das IRRI wird seine Stärken bei der Bewahrung der weltweit größten Reis-Sammlung und bei der Züchtung neuer Reispflanzen sowie seine Expertise bei der ökologisch nachhaltigen Reiserzeugung in die Partnerschaft einbringen. Wir freuen uns darauf, unsere Stärken mit denen von Bayer CropScience zu verbinden, um die Bandbreite und die Bedeutung der Reisforschung zu erhöhen“, sagte Dobermann weiter.
Die Vereinbarung zwischen Bayer CropScience und dem IRRI stellt sicher, dass das IRRI seine Forschungsergebnisse, einschließlich des Saatgutes neuer Reispflanzen, seinen zahlreichen Partnern weiterhin zur Verfügung stellen kann. Es gibt keine Klauseln, die einen exklusiven Zugang zur Forschung oder Forschungsergebnissen von IRRI ermöglichen.
Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Die Bayer CropScience AG zählt als Teilkonzern der Bayer AG mit einem Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro (2008) zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft sowie Saatgut und Pflanzen-Biotechnologie. Mit einer herausragenden Produktpalette bietet das Unternehmen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft sowie in nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen. Bayer CropScience beschäftigt über 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten. Weitere Nachrichten zum Unternehmen unter: www.presse.bayercropscience.com.
Über das IRRI
Das 1960 auf den Philippinen gegründete IRRI ist das älteste und größte internationale Agrarforschungsinstitut in Asien. Diese unabhängige, nicht auf Gewinn ausgerichtete Reisforschungs- und Ausbildungsorganisation beschäftigt rund 1.300 Mitarbeiter und unterhält Niederlassungen in 15 großen Reisanbauländern. Aufgabe des IRRI ist die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Verbesserung der Gesundheit der Reiserzeuger und Reiskonsumenten sowie die Gewährleistung einer umweltverträglichen Reiserzeugung. Das IRRI kooperiert eng mit nationalen landwirtschaftlichen Forschungs- und Beratungsstellen und Gruppen von Landwirten sowie verschiedenen internationalen, regionalen und lokalen Organisationen. Über diese Partnerschaften führt das IRRI Forschungsarbeiten durch und bietet Schulungs- sowie Aus- und Fortbildungs-Veranstaltungen für Personen an, die Reisbauern durch Weitergabe von Wissen und bewährte, nachhaltige Technologien unterstützen. Mehr Informationen im Internet unter www.irri.org (nur auf Englisch).
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayercropscience.com .
Ihre Ansprechpartnerin in Österreich
Helene Einramhof-Florian
Tel.: +43-1-711 46-2221
E-Mail: helene.einramhof-florian@bayer.at
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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