- Ein Heizgewebe „vom Feinsten“
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Ein Heizgewebe „vom Feinsten“

Leverkusen, 26. Februar 2010 – Wässrige Suspensionen von Kohlenstoff-Nanoröhrchen (CNT), die einzelne Röhrchen enthalten, bieten interessante Perspektiven für eine Reihe neuer Anwendungen, die von der elektrischen bzw. der Wärmeleitfähigkeit abhängig sind. Dies gilt vor allem für Multifilamentgarne, die mit solchen CNT-Dispersionen beschichtet sind. Ein interessantes Beispiel ist eine neuartige, als Heizung fungierende Matte, die durch Verwebung leitfähiger CNTEC® Garne von Kuraray Living Co., Ltd. hergestellt wird. Aufgrund seiner hervorragenden Leitfähigkeit sorgt dieses Gewebe auf der gesamten Oberfläche für eine gleichmäßige Wärmeerzeugung und gilt als die wohl erste kommerzielle Anwendung von Baytubes® Kohlenstoff-Nanoröhrchen von Bayer MaterialScience auf dem japanischen Markt.

Das Heizgewebe ist leicht, dünn und kompakt und verfügt über eine lang anhaltende Biegefestigkeit. Es lässt sich zum Beispiel für Autositze, elektrische Haushaltsgeräte, zur Beheizung von Kleidungsstücken oder als Frostschutz-Material einsetzen. Tests haben gezeigt, dass man es beispielsweise in den Wassertank des von der japanischen Eisenbahngesellschaft JR Hokkaido betriebenen „Ryuhyo Norokko“-Express einbauen kann. In diesem Zug fällt die Temperatur im Winter bis auf etwa -20 °C, weil außer gusseisernen Öfen bislang keine anderen Heizvorrichtungen verfügbar sind. Laut JR Hokkaido hat sich die Gewebeheizung als Frostschutz für das Wasser bewährt. Auf einer anderen Bahnstrecke von JR Hokkaido wird derzeit auch der Einsatz des Heizgewebes als Sitzheizung getestet. Es ist davon auszugehen, dass die wässrigen Dispersionen auch gut in Kombination mit verschiedenen anderen Materialien eingesetzt werden könnten.

Bei ihrer Herstellung bilden CNT üblicherweise große und stabile Agglomerate, bei denen die Röhrchen eng miteinander verknäult sind. Das Aufbrechen solcher Bündel in einzelne Röhrchen, die ein Höchstmaß an elektrischer und Wärmeleitfähigkeit aufweisen, stellte bislang eine Herausforderung dar. Dank einer neuen Dispergiertechnologie, bei der ein von Prof. Dr. Bunshi Fugetsu von der Universität Hokkaido entwickeltes und patentiertes zwitterionisches Tensid verwendet wird, ist es jetzt möglich, stabile wässrige Suspensionen mit einzelnen CNT in industriellen Mengen herzustellen. Dabei kommt auch eine einzigartige Methode zum zerstörungsfreien Aufbrechen von CNT-Agglomeraten zum Einsatz, die von der Inoac Technical Center Co., Ltd. entwickelt wurde. Die Produkte weisen eine stabile und homogene Leitfähigkeit sowie eine Langlebigkeit auf, die mühelos die für industrielle Produkte erforderliche Lebensdauer abdeckt. Durch Kombination dieser Technologien ist es nun möglich, Baytubes® Agglomerate effizient und dauerhaft zu entwirren.

Über Bayer MaterialScience
Mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2008 rund 15.100 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

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Zukunftsgerichtete Aussagen
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