- Forschen für die zweite grüne Revolution
Presse

Forschen für die zweite grüne Revolution

Biotechnologie kommt Schlüsselrolle zu

Leverkusen, Februar 2009 – Die Sicherung der Ernährung bei einer wachsenden Weltbevölkerung ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Doch die Anbauflächen sind kaum zu erweitern. Vor über 40 Jahren brachte die „erste grüne Revolution“ enorme Ertragssteigerungen durch die Förderung moderner Agrartechnik in Asien und Afrika. Angesichts von Klimawandel und veränderten Ernährungsverhalten bedarf es jetzt einer „zweiten grünen Revolution“. Bei ihr steht im Fokus, mit modernem Pflanzenschutz sowie neuen Lösungen aus dem Bereich der Pflanzenbiotechnologie und -züchtung, die Ernten weltweit zu sichern und die Erträge der Landwirtschaft weiter zu steigern. Die Forscher von Bayer CropScience leisten dazu wesentliche Beiträge, wie die neue Ausgabe des Bayer-Forschungsmagazins „research“ jetzt berichtet.

So arbeiten die Bayer-Forscher zum Beispiel daran, schneller neue, ertragreiche und schmackhafte Gemüsesorten zu züchten. Zwar sind alle heutigen Gemüse das Ergebnis von Züchtung, aber um sie weiter zu optimieren, bedarf es nach traditioneller Methode eines oftmals jahrzehntelangen Prozesses. Die Bayer-Forscher setzen dagegen auf ihr Konzept der „Integrierten Züchtung“. Das beschleunigt den Einsatz neuer Saatgut-Linien nicht nur ganz erheblich, sondern macht sie auch wesentlich effektiver. Denn durch Ermittlung bestimmter DNS-Sequenzen – im Fachjargon molekulare Marker genannt – fahnden die Forscher unter Tausenden von Pflanzen nach den gewünschten Merkmalen. Und die werden dann gezielt eingekreuzt.

Tomatenviren haben häufig komplette Ernten zerstört. Jüngster Erfolg der Integrierten Züchtung: Es konnten Saatgutlinien gezüchtet werden, die in ihrem Erbgut eine natürliche Resistenz gegen diese Viren tragen.

Ein weiteres Feld der Forscher: Der Schutz der Nutzpflanzen vor Pilzerregern, Unkräutern und Schadinsekten. Gegen sie gibt es hochwirksame Pflanzenwirkstoffe, wobei mit möglichst wenig Wirkstoff möglichst viele Pflanzen gleichzeitig geschützt werden sollen. Aber die Pflanzen haben unterschiedliche Blattoberflächen, und die Klimabedingungen sind oft grundverschieden. Die Bayer-Formulierungstechniker sorgen mit intelligenten Verfahren dafür, den Wirkstoff nach Anbaugebiet und Pflanze optimal seinem Verwendungszweck anzupassen und so selbst unter extremen Bedingungen weltweit die Ernteerträge zu sichern.

Resistenzen von Unkräutern gegen Pflanzenschutzmittel haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Mit molekularbiologischen Methoden helfen die Forscher von Bayer CropScience den Landwirten, Herbizide gezielt und effektiv einzusetzen.

Dass Fungizide auch ein erhebliches Anti-Stress-Potential haben können, beweist ein weiteres Kapitel des Titelthemas von „research“. Der Wirkstoff heißt Trifloxystrobin und wurde entwickelt, um Getreide und Gemüse vor Pilzerkrankungen zu schützen. Aber er kann noch mehr. So hat man herausgefunden, dass mit Trifloxystrobin geschützte Nutzpflanzen bei Wassermangel wesentlich besser gedeihen als unbehandelte. Und dass Getreide besonders viel Stärke und Protein liefert, wenn die Felder zuvor mit diesem Wirkstoff behandelt wurden. Nun wird weiter geforscht, um Bayer-Produkte künftig noch gezielter zu Ertragssteigerung einsetzen zu können.

Mehr über dieses und weitere spannende Themen steht in der aktuellen Ausgabe von "research". Die komplette Ausgabe von "research" ist auch im Internet zu finden unter: www.research.bayer.de.  

Ihre Ansprechpartnerin in Österreich:
Helene Einramhof-Florian
Tel.: +43-1-711 46-2221
E-Mail: helene.einramhof-florian@bayer.at  

Zukunftsgerichtete Aussagen
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