„Grüne Kunststoffe“ für den Klimaschutz
Leverkusen, Februar 2009 - Effektiver Klimaschutz und die Suche nach Alternativen zur Petrochemie sind Schwerpunkte der Forscher von Bayer MaterialScience. Im aktuellen Bayer-Forschungsmagazin "research" berichten die Wissenschaftler, wie sie nachwachsende Rohstoffe als biologische Basis für hochwertige Kunststoffe nutzen, mit denen "Bio-Matratzen", "Bio-Fußbodenbeläge" und "grüne" Turnschuhe hergestellt werden können.
Erdölbestandteile sind die Basis von Polyurethanen und Polycarbonaten, also der beiden großen Kunststoffklassen, die Bayer MaterialScience herstellt. Doch fossile Grundstoffe werden in Zukunft immer knapper und voraussichtlich teurer werden. Nachwachsende Rohstoffe bieten da eine ökologische und ökonomische Alternative. Denn sie sind CO2-neutral und verringern die Abhängigkeit vom Erdöl.
Im Fokus der Entwicklungen stehen die Polyurethane. In dieser Kunststoffklasse spielen pflanzliche Ausgangsprodukte wie Glyzerin oder Zucker bereits seit langem eine wichtige Rolle. Auch Rizinusöl ist gut geeignet. Bayer verwendet das Öl aus dem Samen des Wunderbaums (lat. Ricinus communis) schon seit einiger Zeit zur Herstellung von Polyurethanen für Autositze, Fußböden oder hochwertige Matratzen.
Jetzt haben Bayer-Experten zudem einen innovativen Prozess entwickelt, um auch andere Pflanzenöle wie Raps- oder Sojaöl zu Kunststoff-Komponenten mit maßge-schneiderten Eigenschaften zu verarbeiten. Die "grünen" Schaumstoffe, die unter anderem in der Gebäudeisolierung verwendet werden, enthalten einen Anteil von 10 bis 15 Prozent an nachwachsenden Rohstoffen.
Neben Zucker, Glycerin oder Rapsöl haben die Wissenschaftler aber noch sehr viele andere Bio-Ausgangsstoffe im Blickfeld. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Lignin, einem weitgehend ungenutzten Abfallprodukt in der Papierindustrie. Dieses Biopolymer macht etwa 25 - 30 Prozent der nicht-fossilen Kohlenstoffverbindungen auf der Erde aus: Lignin wäre somit eine fast unerschöpfliche Rohstoffquelle.
Mehr über dieses und weitere spannende Themen steht in der aktuellen Ausgabe von "research". Die komplette Ausgabe von "research" ist auch im Internet zu finden unter: www.research.bayer.de.
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Helene Einramhof-Florian
Tel.: +43-1-711 46-2221
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