Edle, homogene Oberflächen mit „versteckten“ Funktionen
Leverkusen, 6. Mai 2009 – Immer mehr Instrumente und Funktionen verbessern im Automobil Komfort und Sicherheit. Im Fahrzeuginnenraum steigt daher die Zahl der Anzeigen und Bedienelemente. Ein besonderer Designeffekt ist, sie nur dann sichtbar zu machen, wenn sie unmittelbar benötigt werden. Ein neues technisches Konzept, mit dem sich dieser Effekt effektvoll umsetzen lässt, ist die „Black Panel-Technologie“. Sie wurde von der BMW Group in zwei Projekten mit Systemlieferanten, Folienverarbeitern und der Bayer MaterialScience AG entwickelt und basiert unter anderem auf Oberflächen aus den Polycarbonat-Folien Marnot® vom Kunststoffhersteller aus Leverkusen. Zum Einsatz kommt die Technologie bereits im neuen BMW 7er. Dessen Kombiinstrument für das Cockpit und die Audio-/Klima-Bediensysteme in der I-Tafel und im Fond sind so ausgelegt, dass sie eine schwarze, matte und völlig homogene Oberfläche aufweisen, wenn die dahinter verborgenen Anzeigen nicht aktiviert sind. Selbst deren Konturen zeichnen sich im Gegensatz zu konventionellen Hinterleuchtungstechniken nicht ab. Das Interieur des BMW 7er vermittelt daher ein Gefühl von Klarheit, eleganter Funktionalität und Vertrautheit.
„Unsere Aufgabe war, matte Polycarbonat-Folien mit einer genau definierten, in sehr engen Toleranzen gehaltenen Transmission bereitzustellen“, erläutert Roland Künzel, Folienexperte bei der Bayer MaterialScience AG. Zusätzlich sollten die Folien entspiegelte Oberflächen ergeben, für eine gute Lesbarkeit der Anzeigen und hinterleuchteten Symbole sorgen und dabei hochabrieb- und kratzfest sein.
Das großformatige Kombiinstrument ist mit einer Transmissionsscheibe aus Marnot® XL GU 90 abgedeckt, die von der BÖ-LA Siebdruck- und Kunststofftechnik GmbH aus Radevormwald gefertigt und mit einer abziehbaren Schutzfolie versehen wird. „Die Scheibe ist ein optisches Präzisionselement für ein Bauteil, das die Fahrsicherheit bestimmt. Unsere Expertise besteht unter anderem darin, die Folie äußerst schonend und zugleich präzise zu stanzen, ohne dass die Oberflächenqualität der resultierenden, vergleichsweise großen Scheibe beeinträchtigt wird“, so Mike Böing-Messing, Geschäftsführer bei BÖ-LA. Entwickler und Systemlieferant des kompletten Kombiinstrumentes ist die Robert Bosch GmbH aus Leonberg bei Stuttgart.
Ein Bediensystem in der I-Tafel, das als „center stack“ bezeichnet wird und die Funktionen „Radio“ und „Klimasteuerung“ integriert, setzt das Design des Kombiinstrumentes im Innenraum fort. Die Oberfläche des „center stack“ besteht aus Marnot® XL GU 130 und wird von der Albea Kunststofftechnik GmbH im Film Insert-Molding(FIM)-Verfahren gefertigt. „Eine Herausforderung war zum Beispiel das fehlerlose Hinterspritzen der Folieninserts und das oberflächenschonende Handling der komplexen 3D-Bauteile bei hohem Automatisierungsgrad“, erklärt Iris Bösch, Leiterin des Projektmanagements bei Albea. Entwickler und Systemlieferant der kompletten „center stacks“ ist die Preh GmbH aus Bad Neustadt a. d. Saale.
Über Bayer MaterialScience
Mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2008 rund 15.100 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayermaterialscience.de.
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