Wirtschaftliche Lösungen für viele Anforderungen
Leverkusen/Friedrichshafen, 13. Oktober 2009 – Auf der 20. FAKUMA Messe vom 13. bis 17. Oktober 2009 in Friedrichshafen präsentiert die Bayer MaterialScience AG auf ihrem Stand Nr. 4206 in Halle B 4 innovative Polycarbonat- und Polyurethan (PUR)-Produkte sowie Prozesstechnik-Entwicklungen für eine ganze Reihe von Branchen. Das Unternehmen stellt sich dabei als Anbieter nachhaltiger Konzepte für verschiedene Megatrends vor, die von der flexiblen Oberflächengestaltung mit interessanten optischen und haptischen Eigenschaften über die effiziente Fertigung von Solarmodulen bis hin zu neuen Licht- und Beleuchtungskonzepten mit Licht emittierenden Dioden (LEDs) reichen. „Entwicklungen wie diese zeigen, dass Bayer MaterialScience mit maßgeschneiderten Produkten und einem umfangreichen Know-how ein sehr gutes Potenzial hat, um neue, viel versprechende Märkte zu erschließen. Hierbei spielt v.a. auch die intensivierte Kundenbetreuung entlang der weiteren Prozesskette eine wichtige Rolle, um Mehrwert zu generieren und die Kunden im Interesse einer noch wirtschaftlicheren Produktion zu unterstützen”, sagt Klaus Dreesen, Standleiter von Bayer MaterialScience.
Flexible Kundenunterstützung bei der Einfärbung und Compoundierung
Eine wichtige Plattform für innovative Lösungen stellt zum Beispiel das weltweite Netzwerk von Color Competence & Design Centers dar, aus denen Kunden verstärkt mit maßgeschneiderten Lösungen und Produkten aus dem Compounding-Herstellungsprozess bedient werden. Farbnachstellungen mittels Europlaque, Kleinstmengen-Produktion und weitere umfangreiche technische Dienstleistungen rund um den Spritzguss- und Compoundierprozess zielen auf die Erfüllung höchst diversifizierter Anforderungen für schnelle Trends und nachhaltige Lösungspakete in den Bereichen Farbe, Oberflächen, Geometrien und Design ab. Außerdem können transluzente, fluoreszierende, phosphoreszierende oder Metallic-Farben entwickelt werden. Diesem Color Competence & Design Center-Netzwerk gehören seit diesem Jahr auch zwei neue Standorte in Südchina und Indien an, um die Wachstumsmärkte und –industrien der Region Asien noch gezielter mit spezifischen Lösungspaketen bedienen zu können.
Viel hat sich getan auf dem Gebiet der maßgeschneiderten Gestaltung von Oberflächen und der Optimierung der zugehörigen Produktionsprozesse. Beispielhaft seien die wirtschaftlichen DirectSkinning- bzw. DirectCoating-Verfahren genannt. Diese Fertigungstechnologien sind vor allem gefragt, wenn Bauteile mit Softtouch-Oberfläche im Vordergrund stehen. Da PUR-Dekorhäute oder -Schäume direkt im geschlossenen Spritzgießwerkzeug auf die gesamte Formteiloberfläche des thermoplastischen Substrats oder auf ausgewählte Bereiche aufgebracht werden, reduziert sich der Logistikaufwand im Gegensatz zu herkömmlichen Herstellmethoden deutlich.
Die große Stärke der Technologien beruht außerdem auf der Flexibilität, mit der die PUR-Oberflächen in puncto Farbe, Schichtdicke und qualitativ hochwertiger Narbung gestaltet und mit Class A-Oberflächen kombiniert werden können. Ein aktuelles Beispiel sind matte Oberflächen im Automobil-Innenraum in Kombination mit kratzfest genarbter Oberfläche. Genereller Vorteil ist, dass das beschichtete Bauteil in nur einem Spritzgießwerkzeug gefertigt wird und somit Investitionskosten reduziert werden können.
Bei Wohngegenständen wie Stühlen oder Kücheneinrichtungen geht der Trend im Design in Richtung stärkerer Diversifizierung, was den Einsatz von Materialien und Prozesstechnologien betrifft. Dieses ermöglicht die Umsetzung neuer, ausgefallener Designs. Außerdem bietet sich dadurch die Chance, die Gestaltung auf eine klare Formensprache und Schlichtheit zu begrenzen, indem beispielsweise eine klare Linienführung der Schwerpunkt ist. Hierbei sind transparente und transluzente Materialien wie die Produkttypen Makrolon® 2807 und 3107 stark im Fokus. Aber auch bei eingefärbten Qualitäten oder Folien ist das Interesse groß. Haptische Effekte wie bei Hart-Weich-Kombinationen oder Narbungen spielen dabei eine immer wichtigere Rolle.
Regenerative Energien liegen im Trend
Der weltweite Klimawandel und die begrenzte Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe begünstigen die Nutzung von regenerativen Energiequellen wie dem Sonnenlicht. Bayer MaterialScience hat zusammen mit Partnern intensiv an der Entwicklung neuer Lösungen gearbeitet, um die Herstellung und Nutzung von Photovoltaikmodulen weiter zu optimieren. Ein aktuelles Beispiel ist das Indachmodul SOLON 160/05, für das die SOLON SE inzwischen mehrere Innovtionspreise erhielt. Anstelle einer konventionellen Installationsvorrichtung ist das Solarmodul mit einem intelligenten Systemrahmen mit integriertem Montagesystem auf Basis eines Polyurethansystems von BaySystems ausgestattet. Dieses macht den Einsatz einer kostspieligen Unterkonstruktion überflüssig.
Produktivitätsvorteile bietet auch die direkte Umhüllung der empfindlichen Solarzellen mit Folien aus dem thermoplastischen Polyurethan Desmopan®. Beim gängigen Verfahren müssen die Folien aus Ethylen-Vinylacetat-Kautschuk (EVA) zusätzlich chemisch vernetzt werden, was mit einer deutlich längeren Zykluszeit verbunden ist.
LEDs als leuchtende Vorbilder
Im Bereich der Beleuchtung und des Lichtmanagements gewinnt die LED-Technologie zunehmend an Bedeutung, da sie im Automobil und in Innenräumen sowie in der Außenbeleuchtung z.B. von Straßen oder Fassaden eine energetisch günstigere und langlebigere Alternative als herkömmliche Glühlampen darstellt. Einen ersten großen Anwendungserfolg stellt die Medienfassade des neuen Bayer-Verwaltungsgebäudes in Diegem bei Brüssel dar, die die CurveLED GmbH in Düsseldorf als Partner von Bayer MaterialScience entwickelt und umgesetzt hat. Die Außenfassade des Gebäudes wurde auf einer Höhe von 30 Metern mit einer 2 X 80 Meter langen LED-Wand ausgestattet, wobei die LED-Platinen in dünnen Röhren aus transparentem Makrolon® sicher gegen Witterungseinflüsse geschützt sind.
Um das Licht einer LED in weiteren Einsatzgebieten sinnvoll nutzen zu können, ist eine Bündelung und Lenkung des Lichtes erforderlich. Hierzu sind maßgeschneiderte Linsen erforderlich, sogenannte Freiform-Linsen, um beispielsweise die Ausleuchtung des Fahrzeugsichtbereichs in Automobilanwendungen oder der Straße in der allgemeinen Straßenbeleuchtung zu ermöglichen. Bayer MaterialScience hat neben innovativen Makrolon® Typen mit besonders hoher Transmission auch die entsprechenden Verarbeitungsprozesse enwickelt.
Über Bayer MaterialScience
Mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2008 rund 15.100 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayermaterialscience.de, www.competenceincolor.com und www.bayer-baysystems.com.
Ihre Ansprechpartnerin in Österreich
Helene Einramhof-Florian
Tel.: +43-1-711 46-2221
E-Mail: helene.einramhof-florian@bayer.at
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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