Bayer Austria unterstützt österreichische Pilotstudie zur Bestimmung des Seheindrucks von PatientInnen mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD)

Beispielhafte Modifikationen des Seheindrucks, wie sie bei Patienten mit feuchter AMD auftreten können. Zoom image
Beispielhafte Modifikationen des Seheindrucks, wie sie bei Patienten mit feuchter AMD auftreten können. Copyright: Univ. Prof. Dr. Gerhard Garhöfer und Univ. Prof. Dr. Leopold Schmetterer

 Wien, 24. Mai 2017 – Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Erblindungsursache in der westlichen Welt.1 Wie PatientInnen ihre Sehverschlechterung subjektiv wahrnehmen ist jedoch bislang nicht gut charakterisiert. Daher haben sich Univ. Prof. Dr. Gerhard Garhöfer von der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie an der Medizinischen Universität Wien und Univ. Prof. Dr. Leopold Schmetterer vom Singapur Eye Research Institut (SERI) in einer qualitativen Pilotstudie* diesem Thema gewidmet. Bayer Austria hat ihre Arbeit mit einem Forschungszuschuss unterstützt.

 

Die Studie zeigt, dass unter den untersuchten Bildern diejenigen mit zentraler Unschärfe und/oder reduzierter Helligkeit den Seheindruck von PatientInnen mit altersbedingter Makuladegeneration besonders gut wiedergeben. Standardisierte Bilder, die den subjektiven Seheindruck von PatientInnen mit Netzhauterkrankungen darstellen, könnten in Zukunft eine wichtig Rolle in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient darstellen, um die Konsequenzen der Erkrankung und mögliche Therapieoptionen zu diskutieren. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie sollen auf einem der nächsten internationalen ophthalmologischen Kongresse präsentiert werden.

 

Sehschärfe nicht das einzige Kriterium für Lebensqualität

„Ziel jeder neuen Therapie muss es natürlich sein, die Lebensqualität der Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration zu verbessern oder zumindest so lange wie möglich zu erhalten", meint Univ. Prof. Dr. Leopold Schmetterer. „Derzeit in klinischen Studien verwendete Tests geben zwar die Sehschärfe gut wieder, jedoch korreliert diese oft nicht mit dem Seheindruck des Patienten. Dementsprechend ist es wichtig, klinische Tests zu entwickeln, die möglichst nahe an der Alltagsrealität des Patienten sind und daher die Lebensqualität der Patienten widerspiegeln."

Dr. Christian Baumgartner, Medical Director bei Bayer Austria, ergänzt: „Wir bei Bayer arbeiten täglich daran, das Leben der Menschen zu verbessern. Die Basis dafür ist ein profundes Verständnis der Wahrnehmungen und Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten. Daher ist uns die Unterstützung dieses Forschungsprojektes ein großes Anliegen."

 

Das Studiendesign

Ziel der Studie war es, festzustellen wie PatientInnen mit altersbedingter Makuladegeneration ihre Sehverschlechterung subjektiv wahrnehmen. Um dies zu untersuchen wurden standardisierte Bilder entwickelt, die den Seheindruck der Patienten möglichst gut simulieren. Aufgabe der Patienten war es diejenigen Bilder auszuwählen, die ihrem subjektiven Seheindruck am besten entsprachen. Die Bilder stellten Situationen aus dem täglichen Leben (Menschengruppe, Straßenverkehr, Einkauf) dar.

Die Studie wurde von vier niedergelassenen AugenärztInnen in Wien und im Burgenland durchgeführt und schloss insgesamt 20 PatientInnen ein. Voraussetzung für die Aufnahme in die Studie war eine erst kürzlich diagnostizierte AMD auf nur einem Auge.

 

Über neovaskuläre AMD

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung im Erwachsenenalter. Die Makuladegeneration kann in einer trockenen (nicht-exsudativen) oder in einer feuchten (exsudativen) Form auftreten. Bei feuchter (= neovaskulärer) AMD wachsen neue Blutgefäße unter der Netzhaut, aus denen Blut und Flüssigkeit sickern. Diese Undichtigkeit der Gefäße führt zu Ablösung und Funktionsausfällen der Netzhaut und kann zum Verlust des zentralen Sehvermögens führen.

 

* Qualitative assessment of visual impairment in patients with age related macular degeneration using standardized, image based questionnaires

 

Quelle:
1) Friedman DS, BJ O'Colmain, B Munoz, SC Tomany, C McCarty, PT de Jong, B Nemesure, P Mitchell & J Kempen (2004): Prevalence of age-related macular degeneration in the United States. Arch Ophthalmol 122: 564-572

 

Ansprechpartnerin:
Mag. (FH) Stephanie Suchentrunk, Tel.: +43/1/71146-2228
E-Mail: stephanie.suchentrunk@bayer.com

 

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen" sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern mit rund 115.200 Beschäftigten einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de.

 

Über Bayer Austria

Bayer Austria ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des weltweit tätigen Bayer-Konzerns mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Das Life-Science-Unternehmen entwickelt neue Moleküle und trägt mit seinen Produkten und Dienstleistungen dazu bei, die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze zu verbessern. Bayer Austria beschäftigt in Österreich über 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, steuert seit 2009 die Ländergruppe Südosteuropa und ist verantwortlich für Marketing, Vertrieb, klinische Studien sowie technische und medizinische Beratung für Bayer-Produkte.

Der Bayer-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit rund 115.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bayer.at.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen

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