Bayer verstärkt Engagement im Kampf gegen vernachlässigte Tropen-Krankheiten

Bayer bekämpft gemeinsam mit Caritas die Chagas-Krankheit in Argentinien

Bayer-Mitarbeiter entwickeln neue Lösungen zur Gesundheitsfürsorge / Mobiles Einsatz-Team zur Aufklärung an Schulen gegründet / Bayer-Stiftung finanziert Projekt mit über 600.000 Euro

Berlin, 18. September 2013 - Die Bayer Cares Foundation, die Sozialstiftung von Bayer, hat mit der Caritas Argentinien den Grundstein für ein neues Projekt zur Bekämpfung der Chagas-Krankheit in Argentinien gelegt. Die Chagas-Krankheit gehört immer noch zu den Krankheiten mit einem hohen medizinischen Bedarf, da die leichten, grippeähnlichen Symptome eher unspezifisch sind und daher oft falsch interpretiert werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll die Aufklärung über die Chagas-Krankheit sowie ihre Früherkennung in den kommenden vier Jahren in den ländlichen Gebieten Argentiniens verbessert und das Bewusstsein über mögliche Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung gestärkt werden. Die Bayer-Stiftung wird die Umsetzung des Projektes mit 665.000 Euro, verteilt über vier Jahre, ermöglichen.

 

Die Chagas-Krankheit ist eine Infektionskrankheit, an der rund 10 Millionen Menschen, vor allem in den ländlichen Gebieten Südamerikas, leiden. Erreger ist der durch Raubwanzen übertragene einzellige Parasit Trypanosoma cruzi. Bei Nichtbehandlung endet die Krankheit nicht selten tödlich, durch eine rechtzeitige Behandlung im akuten Stadium kann sie aber geheilt werden.

 

Im Rahmen des Projektes werden Caritas- und Bayer-Mitarbeiter Schulen in ländlichen Gegenden, die oft von der Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind, besuchen, um vor Ort umfassende und altersgerechte Aufklärungsarbeit über die Chagas-Krankheit zu leisten. Hierbei steht die spielerische Aufklärung von Schulkindern im Fokus. Sie stellen eine besonders gefährdete Risikogruppe dar und können darüber hinaus die erworbenen Kenntnisse in ihren Familien weitergeben. Um das Wissen über die Verbreitung der Krankheit zu vergrößern, werden außerdem vor allem in abgelegenen Gebieten Bluttests durchgeführt, anhand derer eine Infektion mit der Krankheit diagnostiziert werden kann. Ein Projektbüro in Buenos Aires wird die gewonnenen Erkenntnisse bündeln und in enger Zusammenarbeit mit den staatlichen Gesundheitsbehörden weiter analysieren und in Präventionsmaßnahmen überführen.

 

"Durch Vorsorge könnten viele Fälle der Chagas-Krankheit verhindert werden. Deswegen muss noch viel mehr in Bildung und Aufklärung investiert werden", erklärt Horacio Cristiani, Leiter der Caritas Argentinien und ergänzt: "Mit Bayer haben wir einen starken Partner gefunden, der uns nicht nur dabei helfen kann, die Datenlage zu verbessern, um gezieltere Maßnahmen gegen die Krankheit zu ergreifen, sondern auch durch aktive Aufklärung die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren."

 

"Wir wollen die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen nachhaltig verbessern", so Professor Dr. Wolfgang Plischke, Leiter der Bayer HealthCare AG. "Dies ist eine Aufgabe, die keine Hilfsorganisation, keine Regierung, kein Unternehmen, kein Forschungsinstitut allein bewältigen kann. Gemeinsam mit Caritas Argentinien wollen wir in einem ersten Schritt das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedrohung durch die Chagas-Krankheit schärfen."

 

Entwickelt wurde das Konzept von einem interdisziplinären Team aus internationalen Bayer-Nachwuchsführungskräften und Bayer-Mitarbeitern aus Argentinien im Rahmen eines konzernübergreifenden Programmes, das globales Talent-Management und die Förderung des freiwilligen Engagements von Bayer HealthCare-Mitarbeitern aus dem jeweiligen Projektland vereint: Die Aufgabenstellung lautete, gemeinsam ein nachhaltiges Konzept gegen die Chagas-Krankheit zu erarbeiten, das durch seinen Modellcharakter auf andere Länder und Projekte übertragbar ist.

 

"Dieses Programm hat uns gezeigt, welchen gesellschaftlichen Beitrag ein Team aus hochmotivierten und kreativen Mitarbeitern leisten kann", so Bayer-Stiftungsvorstand Thimo V. Schmitt-Lord. "Durch die Bündelung aller Kompetenzen, die Bayer auf dem Gebiet Gesundheit besitzt, haben wir es geschafft, ein innovatives Projekt auf die Beine zu stellen, mit dem wir helfen können, eine Versorgungslücke zu schließen."

 

Bereits seit 2004 unterstützt Bayer HealthCare den Kampf gegen die Chagas-Krankheit auf einem weiteren Wege: Das Unternehmen versorgt die WHO mit Tabletten zur Behandlung der Chagas-Krankheit sowie finanzieller Hilfe für Logistik und Distribution des Medikaments. Darüber hinaus unterzeichnete Bayer HealthCare gemeinsam mit zwölf weiteren Pharmaunternehmen die London Declaration on Neglected Tropical Diseases, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zehn vernachlässigte tropische Erkrankungen zu eliminieren oder besser zu kontrollieren.

 

Über die Bayer Cares Foundation
Als Sozialstiftung des Innovationsunternehmens Bayer begreift sich die Bayer Cares Foundation in besonderer Weise als Impulsgeber, Förderer und Partner für Innovationen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und dem Sozialsektor. Im Mittelpunkt der Förderprogramme steht der Mensch - sein Engagement für das Allgemeinwohl, sein Ideenreichtum bei der Lösung sozialer Aufgaben, aber auch seine Bedürftigkeit in Notsituationen. Die Fördertätigkeit der Stiftung ist ein zentraler Bestandteil des weltweiten gesellschaftliches Engagements von Bayer, das jährlich rund 50 Millionen Euro beträgt - mit Schwerpunkten auf der Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung und Spitzenforschung, der Gesundheitsversorgung und der Befriedigung sozialer Grundbedürfnisse der Menschen im Umfeld der Unternehmensstandorte.

 

Über Bayer HealthCare
Die Bayer AG ist ein weltweit tätiges, forschungsbasiertes und wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft und hochwertige Materialien. Mit einem Umsatz von rund 18,6 Mrd. Euro (2012) gehört Bayer HealthCare, ein Teilkonzern der Bayer AG, zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care sowie Pharmaceuticals. Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Bei Bayer HealthCare arbeiten weltweit 55.300 (Stand: 31.12.2012) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern. Weitere Informationen finden Sie auf www.bayerhealthcare.at.

 

Ansprechpartner
Mag.(FH) Stephanie Suchentrunk
Tel.: +43-1-71146-2228
E-Mail: stephanie.suchentrunk@bayer.com

 

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite http://www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.