Digitalisierung erhöht Effizienz und Nachhaltigkeit der Landwirtschaft:

Bayer stärkt Bereich Digital Farming durch Übernahme des IT-Anbieters proPlant

Innovative IT-Produkte helfen Landwirten, den Ressourceneinsatz weiter zu optimieren

Wien, 17. Februar 2016 – Bayer hat den Anbieter von Diagnose- und Warndiensten proPlant Gesellschaft für Agrar- und Umweltinformatik mbH übernommen. Damit baut Bayer seine Aktivitäten auf dem Gebiet der Digitalisierung der Landwirtschaft kontinuierlich weiter aus. Das in Münster ansässige Unternehmen war ursprünglich als Spin-off von ehemaligen Mitarbeitern des Instituts für Geoinformatik der Universität Münster gegründet worden. Es firmiert zukünftig unter dem Namen Bayer Digital Farming GmbH.

 

„Mit der Übernahme von proPlant erweitern wir unsere Technologie-Plattform, auf deren Basis wir neue digitale Lösungen für eine nachhaltige ressourcen-effiziente Agrarproduktion entwickeln“, sagte Liam Condon, Vorstandsmitglied von Bayer und verantwortlich für die Division Crop Science. „Die Digitalisierung kann Landwirten zeitnahe und feldspezifische Entscheidungsgrundlagen liefern – von der Auswahl der richtigen Sorte über eine möglichst genau dosierte Düngung und die Ermittlung des optimalen Zeitpunktes für Pflanzenschutzmaßnahmen bis hin zur frühzeitigen Erkennung von pflanzlichen Stressfaktoren“, erläuterte Condon.

 

Die Bayer Digital Farming GmbH entwickelt und vertreibt IT-Lösungen für den Agrarsektor. Insbesondere werden Lösungen zur Optimierung von Pflanzenschutzanwendungen für fast alle wichtigen Ackerbaukulturen angeboten. Geschäftsführer der Bayer Digital Farming GmbH ist inzwischen Andree-Georg Girg, zuletzt verantwortlich als weltweiter Crop Manager Oilseeds für Bayer. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Zur Weiterführung bisheriger Aktivitäten von proPlant, die für Bayer nicht relevant sind, wurde von deren Gesellschaftern ein neues Unternehmen gegründet, welches unter proPlant Agrar- und Umweltinformatik GmbH firmiert. Zum Geschäftsführer dieser Gesellschaft wurde Thomas Volk berufen.

 

Digital Farming bei Bayer

Die Agrarsparte von Bayer bietet Landwirten praxisnahe Entscheidungshilfen an, die auf der präzisen Auswertung und Kombination diverser Informationen wie zum Beispiel Wetterdaten oder topografischen Karten basieren. Landwirte können anhand dieser individuellen Empfehlungen ihr Betriebsmanagement optimieren und Kosten senken. Dies führt nicht nur zu höheren Erträgen und damit zu einem besseren Einkommen, sondern auch zu einem noch effizienteren und umweltschonenderen Ressourceneinsatz. Bayer plant, seine Aktivitäten auf dem Zukunftsmarkt der digitalen Landwirtschaft durch weitere strategische Investitionen zu stärken. Das Unternehmen setzt dabei auf langfristige Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit führenden Technologieanbietern.

 

Satellitenbilder für eine optimierte teilflächenspezifische Bewirtschaftung

Ackerflächen können selbst innerhalb eines Flurstückes erhebliche Unterschiede aufweisen – je nach Topografie, Art des Bodens oder bodenbedingter Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanzen, was Auswirkungen auf die Biomasse hat.

 

Um vor diesem Hintergrund dem Landwirt spezifische Handlungsempfehlungen für einzelne Teilflächen geben zu können, hat Bayer bereits im vergangenen Jahr das Geoinformationssystem Zoner von IntelMax, Calgary, Kanada, übernommen (https://zoner.bayer.com). Damit verfügt das Unternehmen neben Agrar-IT-Spezialisten über eine innovative Software, mit deren Hilfe im Laufe von 30 Jahren erhobene Satellitenbilder ausgewählter landwirtschaftlicher Flächen in Kanada, den USA, Brasilien, Frankreich, Deutschland, der Ukraine und Russland ausgewertet und grafisch dargestellt werden können.

 

Bayer übersetzt diese Datenbasis in praxisrelevante Entscheidungshilfen, mit denen Landwirte die Bearbeitung der Böden und den Einsatz von Saatgutsorten und Pflanzenschutzmitteln teilflächenspezifisch planen und effizient gestalten können. Die individuellen Empfehlungen können direkt auf die Landmaschinen der Landwirteübertragen werden. Geoinformationssysteme sind dadurch ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Landwirtschaft. Bayer plant, seinen Kunden zukünftig weitere digitale Services anzubieten, um die Digitalisierung der Landwirtschaft sowie den nachhaltigen Landbau weiter voranzutreiben.

 

Zuflugsprognose Rapsschädlinge auf www.agrar.bayer.at

Bayer hat immer schon den integrierten Pflanzenschutz bei seiner Beratung unterstützt und deshalb bereits 15 Jahre mit proPlant Prognosen in Österreich gearbeitet. Mit der Übernahme von proPlant durch Bayer sollen den österreichischen Landwirten weiterhin alle langjährig und praxisbewähren Services zur Verfügung stehen. Nur die infektionsnahe Bekämpfung von Krankheiten im Weizen, Zuckerrübe und Kartoffel optimiert die Wirkung von Fungiziden und damit die Rentabilität. Auf www.agrar.bayer.at sind aktuelle gebietsspezifische Zuflugsprognosen für die Rapsschädlinge zu finden.

 

Neben dieser Prognose stellt Bayer in diesem Jahr mit „RAPSALARM“ eine Gratis-App zur Verfügung, die die Witterung analysiert und die Aktivität der Frühjahrsschädlinge mit den bewährten expert-Prognosen richtig einschätzt. Bei kritischen Wetterkonstellationen werden Landwirte aktiv gewarnt, um so zeitsparend die Kontroll- und Behandlungstermine und in weiterer Folge Zeit- und Behandlungskosten optimieren zu können.

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf www.agrar.bayer.at

 

Ansprechpartnerin:

Mag. Daniela Winnicki, M.A., Tel.: +43/1/71146-2219

E-Mail: daniela.winnicki@bayer.com

 

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte der Konzern mit rund 119.000 Beschäftigten einen Umsatz von 42,2 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3,6 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

 

Über Bayer Austria

Die Bayer Austria Ges.m.b.H. ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Bayer-Konzerns und hat ihren Sitz in Wien. Rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich sind verantwortlich für Marketing, Vertrieb, technische und medizinische Beratung für Bayer-Produkte, sowie klinische Studien. Mit unserer klinischen Forschung leisten wir einen Beitrag zur Förderung der Wissenschaft und des Forschungsstandortes Österreich. Von Wien aus erfolgt die Steuerung der Ländergruppe Südosteuropa, die Albanien, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien umfasst. Der Standort in Österreich trägt mit seinen Pilotprojekten und als steuernde Kraft für die Ländergruppe Südosteuropa zur Umsetzung der Mission „Science For A Better Life“ und zum Erfolg des Bayer-Konzerns bei. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.at.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.