Erster Weltthrombosetag:

Bayer und ISTH warnen vor potentiell lebensbedrohlichen Blutgerinnseln

  • Blutgerinnsel in den tiefen Beinvenen oder in der Lunge führen in der westlichen Welt alle 37 Sekunden zu einem Todesfall (1,2)
  • Ein Blutgerinnsel im Bein oder in der Lunge kann jeden treffen, in jedem Alter

Wien, 13. Oktober 2014 – Eine Thrombose – also ein Blutgerinnsel – ist die zugrundeliegende Ursache für die drei weltweit wichtigsten Todesursachen im Bereich der Herz-Kreislaufkrankheiten: Herzinfarkte, Schlaganfälle und Venöse Thromboembolien (VTE).(3) Die Ernsthaftigkeit von Thrombosen wird aber oft übersehen und unterschätzt. Eine aktuelle globale Umfrage hat gezeigt, dass nur eine/r von 10 Befragten, Blutgerinnsel für genauso lebensbedrohlich hält wie Aids, Brustkrebs, Prostatakrebs oder Verkehrsunfälle.(4) Tatsächlich sterben in Europa jedes Jahr mehr Menschen an Blutgerinnseln als an den zuvor genannten Ursachen zusammen.(5) Aber man kann Thrombosen verhindern und behandeln. Um das Bewusstsein für diese lebensbedrohliche Erkrankung zu stärken und über Symptome und Risikofaktoren aufzuklären hat die International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) in Zusammenarbeit mit Bayer als globalem Gründungsmitglied den Weltthrombosetag ins Leben gerufen.

 

Aktuelle Umfrage deckt Wissenslücken auf (4)
Ein Viertel der befragten ÖsterreicherInnen geben an, sowohl schon einmal von der tiefen Venenthrombose (TVT) als auch von der Lungenembolie gehört zu haben. Die Bekanntheit der Lungenembolie liegt sogar bei 64 Prozent. Allerdings wissen 78 Prozent nicht, mit welchen Symptomen eine Lungenembolie einhergeht. Dieses Ergebnis ist besonders alarmierend, da diese Erkrankung auch rasch zum Tod führen kann. 28 Prozent der ÖsterreicherInnen wissen nicht, dass eine TVT und eine Lungenembolie tödlich enden können. Auch bei den Risikofaktoren ist das Wissen noch ausbaufähig. So glauben etwa 20 Prozent der Befragten, dass für junge Menschen kein Risiko besteht, an einer Thrombose zu erkranken.

 

Wissen über Symptome und Risikofaktoren schützt
Am heutigen Weltthrombosetag soll daher über Risikofaktoren und Symptome von Thrombosen aufgeklärt werden. Unter einer Venösen Thromboembolie oder kurz VTE versteht man ein Blutgerinnsel im Bein – eine tiefe Venenthrombose (TVT) – oder ein Blutgerinnsel, das sich losgerissen hat und in die Lunge gelangt, also eine Lungenembolie. Lungenembolien sind verantwortlich für 10 Prozent aller Todesfälle im Krankenhaus und stellen damit die häufigste vermeidbare Todesursache im Krankenhaus dar.(6)

Nicht jeder, der eine Thrombose hat, bemerkt auch Symptome. Trotzdem ist es wichtig, die möglichen Anzeichen für ein Blutgerinnsel im Bein oder in der Lunge zu kennen:

 

Anzeichen und Symptome einer Tiefen Venenthrombose (TVT):(7,8)

  • Schmerzen oder Überempfindlichkeit, oft in der Wade beginnend
  • Schwellung des Beins, einschließlich Knöchel und Fuß
  • Rötung der betroffenen Region
  • Erweiterte Venen an der Oberfläche des Beins
  • Die Haut fühlt sich sehr warm an

 

Anzeichen und Symptome einer Lungenembolie:(8,9)

  • Atemnot
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Herzrasen
  • Bluthusten
  • Schwindel

 

Was erhöht Ihr Thromboserisiko?
Manche Menschen zeigen überhaupt keine Warnzeichen oder Symptome. Gerade deswegen ist es wichtig, die Risikofaktoren zu kennen und zu wissen, welche Ereignisse oder Situationen die Bildung eines Blutgerinnsels fördern oder auslösen können.

 

Das Thromboserisiko wird durch sitzende Tätigkeiten oder Bewegungsmangel über einen längeren Zeitraum, etwa auf einem Langstreckenflug, am Schreibtisch, im Auto oder im Zug, erhöht. Dasselbe gilt auch für größere Operationen, besonders in den Bereichen Orthopädie und Krebstherapie, oder lange Krankenhausaufenthalte.(7,8)

 

Eine kürzlich publizierte Studie der britischen Organisation Lifeblood hat gezeigt, dass sich der Blutfluss hinter dem Knie bereits um 50 Prozent verringert, wenn man 90 Minuten lang sitzt. Dadurch verdoppelt sich das Risiko ein Blutgerinnsel zu entwickeln.10 Dieses Risiko betrifft somit viele Büroangestellte, die täglich stundenlang an Ihren Schreibtischen sitzend arbeiten. Weitere Risikofaktoren für eine Thrombose sind Herzkrankheiten, Schwangerschaft, Rauchen, ungesunde Ernährung, Hormontherapie, Übergewicht/Fettsucht, Austrocknung, Thrombosen in der Familie und Krebs. (7,8)

 

In Bewegung bleiben hilft
40 Prozent der ÖsterreicherInnen wissen nicht, dass sie mit körperlicher Betätigung ihr Thromboserisiko senken können.(4) Auch hier gilt es also, noch weiter Aufklärungsarbeit zu leisten. Nehmen Sie den heutigen Weltthrombosetag zum Anlass, werden Sie körperlich aktiv und reduzieren Sie ihr Risiko, an einem Blutgerinnsel zu erkranken!

 

Über den Weltthrombosetag
Ein Blutgerinnsel im Bein oder in der Lunge kann jeden treffen, in jedem Alter. Um die Aufmerksamkeit für Thrombosen zu erhöhen und das Wissen über Symptome und Risikofaktoren zu verbessern, wurde von der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) in Zusammenarbeit mit Bayer als globalem Gründungsmitglied der Weltthrombosetag ins Leben gerufen. Das Datum für den Weltthrombosetag, der 13. Oktober, wurde gewählt, weil dies der Geburtstag von Rudolf Virchow, dem deutschen Arzt und Pathologen ist, der erstmals den Begriff „Thrombose“ geprägt und viele wissenschaftliche Publikationen zu diesem Thema verfasst hat.

 

Wenn Sie meinen, dass Ihr Risiko für eine VTE erhöht sein könnte, sprechen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an und sorgen Sie so dafür, dass durch geeignete medizinische Maßnahmen eine VTE verhindert oder behandelt werden kann. Teilen Sie Ihr Wissen mit Ihrer Familie und Ihren Freunden!

 

Über die Umfrage: „Global Work Life Movement Survey”(4)
Die Online-Umfrage wurde von ICM-Research im Auftrag von Bayer HealthCare mit 20 285 Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren in 20 Ländern weltweit im Zeitraum vom 17. Juli bis zum 11. August 2014 durchgeführt. Allein in Österreich wurden 1.000 Personen befragt.

 

Über venöse und arterielle Thromboembolien (VAT)
Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das eine Vene oder eine Arterie blockiert. Venöse und arterielle Thromboembolien (VAT) entstehen, wenn sich Teile oder auch das gesamte Blutgerinnsel lösen, mit dem Blutstrom fortgeschwemmt werden und schließlich ein kleineres Blutgefäß verschließen. Dies kann zu Schäden an lebenswichtigen Organen führen, weil das Gewebe hinter der Blockade nicht genügend Nährstoffe und Sauerstoff erhält. VAT sind für eine Reihe von ernsten und lebensbedrohlichen Krankheitsbildern verantwortlich:

 

  • Venöse Thromboembolien (VTE) treten als Folge von Blutgerinnseln in einer tiefen Vene auf, etwa in den Beinen. Dies nennt man auch "tiefe Venenthrombose" oder TVT. Löst sich das Gerinnsel ganz oder teilweise ab, kann es mit dem Blutstrom über das Herz in die Lunge geschwemmt werden. Wenn das Gerinnsel dort in einem Blutgefäß stecken bleibt, entsteht eine Lungenembolie - unter Umständen mit tödlichem Verlauf.

  • Bei arteriellen Thromboembolien wird die Versorgung eines Organs mit sauerstoffreichem Blut durch die Arterien von einem Blutgerinnsel blockiert. Geschieht dies in einer Arterie, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgt, handelt es sich um einen Schlaganfall, der schwere Behinderungen hinterlassen oder sogar tödlich sein kann. In den Herzkranzarterien (Koronarien) kann eine Blockade durch ein Gerinnsel zum sogenannten akuten Koronarsyndrom (ACS) führen. ACS ist eine Komplikation der koronaren Herzkrankheit. Zum ACS zählt die instabile Angina pectoris, aber auch der Myokardinfarkt.

 

VAT sind eine bedeutende Ursache für Morbidität und Mortalität. Eine aktive oder auch präventive Therapie ist notwendig, um mögliche schwere oder sogar tödliche Komplikationen zu verhindern.

 

Über die International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH)
Die 1969 gegründete ISTH ist die führende Non-Profit-Organisation, die sich mit der Verbesserung des Wissens, der Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Thrombosen und Gerinnungsstörungen befasst. Die ISTH ist eine internationale Organisation, deren Mitglieder - etwa 4.000 ForscherInnen und Lehrende – zusammen daran arbeiten, das Leben der PatientInnen in mehr als 90 Ländern weltweit zu verbessern. Zu den hoch angesehenen Aktivitäten und Initiativen gehören Ausbildungs- und Standardisierungsprogramme, Forschungsaktivitäten, Meetings und Konferenzen, durch Fachleute geprüfte Publikationen und Expertengremien. Besuchen Sie ISTH online auf www.isth.org.

 

Über Bayer Austria
Die Bayer Austria Ges.m.b.H. ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Bayer-Konzerns und hat ihren Sitz in Wien. Rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich sind verantwortlich für Marketing, Vertrieb, technische und medizinische Beratung für Bayer-Produkte, sowie klinische Studien. Mit unserer klinischen Forschung leisten wir einen Beitrag zur Förderung der Wissenschaft und des Forschungsstandortes Österreich. Von Wien aus erfolgt die Steuerung der Ländergruppe Südosteuropa, die Albanien, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien umfasst. Der Standort in Österreich trägt mit seinen Pilotprojekten und als steuernde Kraft für die Ländergruppe Südosteuropa zur Umsetzung der Mission „Science For A Better Life“ und zum Erfolg des Bayer-Konzerns bei. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.at.

 

Über Bayer HealthCare
Die Bayer AG ist ein weltweit tätiges, forschungsbasiertes und wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft und hochwertige Materialien. Mit einem Umsatz von rund 18,9 Mrd. Euro (2013) gehört Bayer HealthCare, ein Teilkonzern der Bayer AG, zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care sowie Pharmaceuticals. Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern.
Bei Bayer HealthCare arbeiten weltweit 56.000 (Stand: 31.12.2013) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern. Mehr Informationen unter www.bayerhealthcare.at

 

Quellen:
* Kalkulation extrapoliert von der Anzahl der geschätzten Todesfälle in Zusammenhang mit VTE in der EU (543,454 – siehe Referenz 1) und den USA (300,000 – siehe Referenz 2) pro Jahr, dividiert durch die Anzahl von Sekunden in einem Jahr.

  1. Cohen AT et al. Thromb Haemost. 2007; 98 (4):756-764
  2. Roger VL et al. Circulation. 2012; 125(1):e2-e220
  3. International Society on Thrombosis and Haemostasis. World Thrombosis Day. July 2014, http://www.worldthrombosisday.org/
  4. Global Work Life Movement Survey, durchgeführt von ICM Research im Auftrag von Bayer HealthCare; Juli/August 2014
  5. Cohen AT et al. Thromb Haemost. 2007; 98 (4):756-764.
  6. Geerts WH et al. Chest. 2008; 133, (6 Suppl)381S-453S
  7. Turpie AGG et al. BMJ. 2002; 325: 887-890
  8. NHS Choices. Causes of deep vein thrombosis. June 2014, http://www.nhs.uk/Conditions/Deep-vein-thrombosis/Pages/Causes.aspx
  9. Mayo Clinic. Deep vein thrombosis. June 2014, http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/deep-vein- thrombosis/basics/symptoms/con-20031922
  10. Lifeblood:The Thrombosis Charity. Reducing the risk of e-thrombosis. February 2013, http://www.thrombosis-charity.org.uk/perch/resources/1399925355-reducing- the-risk-of-e-thrombosis-crystalmark-feb-2013.pdf

 

Ansprechpartner:
Mag. (FH) Stephanie Suchentrunk
Tel.: +43/1/71146-2228
E-Mail: stephanie.suchentrunk@bayer.com

 

Zukunftsgerichtete Aussagen
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L.AT.10.2014.1086