Die weltweit größte Umfrage bei Männern mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium gibt Aufschluss über die Gründe, weshalb Männer nicht über ihre Symptome sprechen

  • Aus der Umfrage geht hervor, dass fast die Hälfte (47 Prozent) der Männer mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium die auftretenden Symptome manchmal ignorieren.
  • Die neue globale Aufklärungsinitiative „Men Who Speak Up“ hilft Männern, die Symptome des Prostatakarzinoms im fortgeschrittenen Stadium zu erkennen und die Patient-Arzt-Kommunikation zu verbessern – und zwar dann, wenn es am dringlichsten ist.

Wien, 25. September 2015 – Da Prostatakrebs in seinen frühen Stadien oft keine Symptome verursacht, können Symptome wie starke bzw. unerklärliche Schmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen oder Treppensteigen, Schlafstörungen oder Verlust der Harnkontrolle bei fortschreitendem Krankheitsverlauf ein Warnzeichen für Männer sein, sich unverzüglich an ihren Arzt zu wenden. Eine vom Marktforschungsinstitut Harris Poll durchgeführte, internationale Umfrage bei über 1.200 von der Krankheit betroffenen Personen - sowohl Männer mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium als auch pflegende Angehörige - zeigt jedoch, dass nahezu die Hälfte der Männer (47 Prozent) ihre Symptome manchmal ignorieren. Darüber hinaus erkannten drei von fünf Männern (59 Prozent) nicht immer, dass ihre Schmerzen im Zusammenhang mit ihrer Krebserkrankung stehen könnten.

 

Es ist die größte Umfrage dieser Art, die bisher vor diesem Hintergrund durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der von der International Prostate Cancer Coalition mit der Unterstützung von Bayer HealthCare in zehn Ländern durchgeführten internationalen Umfrage zu Prostatakrebs-Symptomen bestätigen die Anfang des Jahres veröffentlichten Ergebnisse des U.S.-Studien-Arms. Die Ergebnisse haben eine weltweite Aufklärungsinitiative von Bayer mit dem Titel „Men Who Speak Up“ ins Leben gerufen (www.MenWhoSpeakUp.com). Sie soll dazu beitragen, die Symptome des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms genau festzustellen und Männer wie auch Angehörige in die Lage zu versetzen, wichtige Gespräche zum richtigen Zeitpunkt und mit den richtigen Personen zu führen.

 

Das Prostatakarzinom ist weltweit bei Männern die zweithäufigste Krebsart sowie die fünfthäufigste Krebs-Todesursache. “Es ist alarmierend zu sehen, wie viele Männer mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium – die sich dessen Symptome voll bewusst sein müssten – die bei ihnen auftretenden Warnzeichen übersehen,” sagt Ken Mastris, Präsident der IPCC-Mitgliedsorganisation Europa Uomo. “In der Umfrage hatten 39 Prozent der Männer, deren Krebs Knochenmetastasen gebildet hatte, bereits sieben Monate vor ihrer Krebsdiagnose Schmerzen. Ein Gespräch über die Symptome einzuleiten ist nicht immer einfach, aber von entscheidender Bedeutung.”

 

Unklarheit bezüglich der Symptomursache ist aber nicht die einzige Barriere für Männer, das Wort zu ergreifen. Die Ergebnisse aus der International Prostate Cancer Symptoms Survey haben auch ergeben, dass über die Hälfte der Männer (57 Prozent) meinen, ihre täglichen Schmerzen seien einfach etwas, womit sie leben müssten, und ein Drittel (34 Prozent) äußerte, dass sie sich wie Schwächlinge fühlen, wenn sie über Symptome wie Schmerzen reden.

 

“Die Umfrageergebnisse haben einige wesentliche Probleme ans Licht gebracht, mit denen Männer, die an Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium leiden, konfrontiert werden, und sie machen deutlich, wie wichtig es ist, das Gespräch darüber zu suchen”, erklärt Maqbul Jamil, PhD, Global Strategic Marketing, Bayer HealthCare. “Bayers Engagement für die Krebs-Community geht über die Entwicklung neuer Therapien hinaus. Durch unsere Partnerschaft mit der IPCC, mit der vorliegenden Umfrage sowie mit der Aufklärungsinitiative „Men Who Speak Up“ haben wir nun eine Möglichkeit, das Leben der Patienten bedeutend zu verbessern, indem wir ihnen die Instrumente in die Hand geben, um wichtige Gespräche über ihre Symptome mit ihren Angehörigen und Ärzten zu führen.”

 

Die Schwierigkeit, offen über Symptome zu reden, kann durchaus auch kulturell bedingt sein. Mehr als ein Drittel aller Männer (36 Prozent) aus der EU gab an, dass es ihnen unangenehm sei, mit dem Arzt über ihr körperliches Befinden zu sprechen, während dies in den USA nur ein Zehntel der Männer (12 Prozent) angegeben hatte. Dennoch berichteten im Vergleich zu den amerikanischen Patienten mehr dieser Männer mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium, dass sich bei ihnen bereits Knochenmetastasen entwickelt hatten (EU 72 Prozent; APAC 53 Prozent, im Gegensatz zu 53 Prozent in den USA).

 

“Das Stadium des Prostatakarzinoms ist mit der wichtigste Faktor zur Wahl der Behandlungsoptionen und der Aussicht auf Behandlungserfolg”, sagt Professor Joe O’Sullivan, M.D., Klinikdirektor der Onkologie am Northern Ireland Cancer Centre und einer der führenden medizinischen Experten, der bei der Gestaltung der Umfrage mitgeholfen hat. “Werden Symptome rechtzeitig erkannt, kann eventuell nicht nur die Progression der Krankheit verlangsamt, sondern auch die Lebensqualität der Männer verbessert werden, was letztendlich auch eine positive Auswirkung auf die Angehörigen hat.”

 

Für die Angehörigen von Männern mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium kann die Krankheit eine schwere Belastung sein, sie können aber auch eine wichtige und positive Rolle übernehmen, indem sie im weiteren Krankheitsverlauf Beistand leisten. Die Hälfte der befragten Männer (50 Prozent) gab zu, dass sie sich darauf verlassen, dass ihre pflegenden Angehörigen die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit ihren Prostatakrebs-Problemen stellen.

 

“Während Ärzte die zentrale Rolle haben, das Befinden des Patienten einzuschätzen, zeigt die Umfrage, dass die pflegenden Angehörigen ebenfalls eine wesentliche Rolle beim Management dieser Krankheit spielen, insbesondere, wenn es darum geht, die schwierigen Fragen zu stellen”, ergänzt Prof. O’Sullivan.

 

Für Männer mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium, bei denen Schmerzen auftreten oder die aufgehört haben, Dinge zu tun, die ihnen früher leicht gefallen sind, ist es wichtig, dass sie sich in der Lage fühlen, selbst Maßnahmen zu ergreifen und über ihre Symptome zu reden. Die Aufklärungsinitiative „Men Who Speak Up“ bietet nützliche Ressourcen, zu denen ein Symptom-Tracker, ein Leitfaden für das Gespräch mit dem Arzt, wissenswerte Informationsblätter und hilfreiche Statistiken aus der Prostatakrebs-Gemeinschaft gehören, um diese schwierigen Gespräche zu erleichtern. Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.MenWhoSpeakUp.com.

 

Über die internationale Umfrage zu Prostatakrebs-Symptomen
Die von der International Prostate Cancer Coalition (IPCC) in Auftrag gegebene und von Bayer HealthCare unterstützte internationale Patientenbefragung zu Prostatakrebs-Symptomen wurde vom Marktforschungsinstitut Harris Poll online und telefonisch in zehn Ländern auf der ganzen Welt durchgeführt. Zu den teilnehmenden Ländern zählten Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, die Niederlande, Singapur, Spanien, Taiwan, Großbritannien und die USA.

 

Die Fragen reichten von der Ermittlung, wie lange die Männer bereits mit der Krankheit gelebt hatten, über Symptome ihres Prostatakarzinoms bis hin zur Auswirkung auf ihren Alltag. Die Umfrage hat Daten von 867 Männern mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium und 360 Erwachsenen gesammelt, die in der Zeit vom 12. Februar bis zum 3. August 2015 eine Person mit Prostatakrebs betreut hatten. Es wurde eine globale Nachbewertung angewandt, um sicherzustellen, dass alle Länder bei den globalen und regionalen Daten in gleicher Weise bewertet wurden. Die Daten wurden nicht demographisch gewertet und waren daher nur für den befragten Personenkreis repräsentativ. Patienten, die an der Umfrage teilgenommen hatten und die befragten pflegenden Angehörigen berichteten, dass sie bzw. die Angehörigen bisher durchschnittlich fünf Jahre mit Prostatakrebs gelebt bzw. die Erkrankten begleitet hatten. 536 der Patienten, die an der Umfrage teilgenommen hatten (64 Prozent) berichteten, dass sie Prostatakrebs mit Knochenmetastasen hatten.

 

Über die International Prostate Cancer Coalition (IPCC)
Die von der US-amerikanischen Interessenorganisation CancerCare geleitete IPCC besteht aus acht Gruppen, wozu die Europa Uomo, die spanische Gruppe der Krebspatienten (GEPAC), Patient Advocates for Advanced Cancer Treatments (PAACT), Prostate Health Education Network (PHEN), Prostate Cancer Research Institute (PCRI), UsTOO International und ZERO – The End of Prostate Cancer gehören. Die erklärte Mission der Gruppe ist es, das Bewusstsein für Symptome des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms zu erhöhen und informative Hilfsmittel und Ressourcen für diejenigen zu entwickeln, die dies am dringendsten benötigen.

 

Über “Men Who Speak Up”
Von Kindheit an werden Männer dazu erzogen, die Zähne zusammenzubeißen und alle Beschwerden und Unannehmlichkeiten durchzustehen. Bei Männern mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium können Beschwerden jedoch ein Warnzeichen dafür sein, dass etwas unternommen werden muss. Die Aufklärungsinitiative „Men Who Speak Up“ ist eine weltweite Bewegung, die die Symptome des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms für die Gemeinschaft ins Blickfeld rückt, damit Männer wissen, wann sie das Gespräch suchen und Maßnahmen gegen ihre Krankheit ergreifen müssen. Das Programm bringt die Stimmen all jener, die mit Prostatakrebs zu tun haben, deutlich zu Gehör – die behandelnden Ärzte, die betroffenen Patienten und Angehörigen und die Interessengruppen, die diese unterstützen – und liefert jenen Menschen informative Hilfsmittel und Ressourcen, die es am dringendsten benötigen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.MenWhoSpeakUp.com.

 

Über fortgeschrittenen Prostatakrebs
Prostatakrebs ist weltweit die bei Männern zweithäufigste Krebsart sowie fünfthäufigste Ursache der durch Krebs verursachten Todesfälle. Im Jahr 2012 wurden über 1,1 Millionen Männer mit dieser Krankheit diagnostiziert. Das Krankheitsstadium gehört mit zu den wichtigsten Faktoren zur Wahl der Behandlungsoptionen und zur Aussicht auf Behandlungserfolg. Wenn das Prostatakarzinom sich über die Prostata hinaus ausbreitet oder metastasiert, wächst es zunächst in das benachbarte Gewebe oder in die Lymphknoten hinein, bevor es die Knochen befällt. Etwa neun von zehn Patienten mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium (90 Prozent) entwickeln Knochenmetastasen, die die Lebenserwartung verkürzen und die Lebensqualität beeinträchtigen. Daher ist eine Diagnose und Behandlung von Knochensymptomen beim frühesten Auftreten für die Patienten entscheidend.

 

Ansprechpartnerin:
Mag. Daniela Winnicki, M.A., Tel.: +43/1/71146-2219
E-Mail: daniela.winnicki@bayer.com

 

Über Bayer HealthCare
Die Bayer AG ist ein weltweit tätiges, forschungsbasiertes und wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit einem Umsatz von rund 20,0 Mrd. Euro (2014) gehört Bayer HealthCare, ein Teilkonzern der Bayer AG, zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care sowie Pharmaceuticals. Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Bei Bayer HealthCare arbeiten weltweit 60.700 (Stand: 31.12.2014) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern. Mehr Informationen unter www.bayerhealthcare.at

 

Über Bayer Austria
Die Bayer Austria Ges.m.b.H. ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Bayer-Konzerns und hat ihren Sitz in Wien. Rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich sind verantwortlich für Marketing, Vertrieb, technische und medizinische Beratung für Bayer-Produkte, sowie klinische Studien. Mit unserer klinischen Forschung leisten wir einen Beitrag zur Förderung der Wissenschaft und des Forschungsstandortes Österreich. Von Wien aus erfolgt die Steuerung der Ländergruppe Südosteuropa, die Albanien, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien umfasst. Der Standort in Österreich trägt mit seinen Pilotprojekten und als steuernde Kraft für die Ländergruppe Südosteuropa zur Umsetzung der Mission „Science For A Better Life“ und zum Erfolg des Bayer-Konzerns bei. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.at.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

 

 

L.AT.COM.10.2015.3109