Gesundheit im Dialog im Haus der Industrie:

Effizienzsteigerung durch Arzneimittelinnovation – wie sparen wir richtig?

Wien, 11. November 2013 – Im Rahmen aktueller Reformdiskussionen kommen immer wieder folgende Fragen auf: Wie sichern wir in Zukunft weitere Innovationen im Arzneimittelsektor? Wer profitiert von innovativen Arzneimitteln? Welchen Mehrwert für eine optimale und effiziente Versorgung bieten sie? Diese Themen sowie der Nutzen und die Zukunft von Arzneimittelinnovationen waren Gegenstand der Diskussionsrunde „Gesundheit im Dialog“, die in diesem Jahr zum sechsten Mal von Bayer Austria und der Industriellenvereinigung (IV) organisiert wurde. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Sozialversicherung und Politik stellten sich diesen wichtigen Fragen.

 

"Einerseits ist es wichtig die laufenden Kostenentwicklungen im Gesundheitssystem zu begrenzen, andererseits können gerade innovative Arzneimittel zur Reduktion kostenaufwändiger stationärer Aufnahmen und Behandlungen führen. Es gilt daher die Chancen zu nutzen, durch solche Arzneimittel zu sparen, um Therapien insgesamt effizienter zu gestalten", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer bei der Begrüßung.

 

Key Note Speaker Univ.-Prof. Dr. Bernhard Schwarz dazu: „Ziel von Arzneimittelinnovationen sind hohe Wirksamkeit und Sicherheit. Effizienzsteigerung wird in der Regel durch Vermeidung oder Verminderung von anderen medizinischen Leistungen erzielt. Exzellente Ergebnisse bei der Behandlung mit Arzneimitteln stehen in Verbindung mit der Qualität von Strukturen und Prozessen im Gesundheitswesen.“

 

Den Weg von der Idee zum Medikament - von der Identifizierung eines geeigneten Angriffspunkts im Körper, über Hochdurchsatztesting, chemischer und biologischer Optimierung bis zum Entwicklungskandidaten - beschrieb Dr. Elisabeth Perzborn eindruckvoll.

 

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion erläuterte Mag. Alexander Hagenauer MPM: „Innovation und medizinischer Fortschritt sind untrennbar miteinander verbunden, erwünscht und unverzichtbar. Allerdings weisen innovative Arzneimitteltherapien anfangs meist einige ungeklärte Sicherheitsaspekte auf (z.B. bei der Langzeitsicherheit) und gehen praktisch immer mit einem beträchtlichen Kostenvolumen einher. Daher muss ‘das Neue‘ sich dem Vergleich mit dem Bestehenden stellen. Offene Sicherheitsfragen müssen sorgfältig geklärt werden. Auch der Kosten-Nutzen-Aspekt spielt dabei eine bedeutende Rolle – Innovationen müssen nach ihrem patientenorientierten Nutzen bewertet werden und zu einem Preis verordnet werden können, der am Nutzen orientiert ist.“

 

Mag. Max Wellan stellte dazu fest: „Arzneimittelinnovationen bringen den Patientinnen und Patienten größere Therapieerfolge, mehr Sicherheit und Lebensqualität. Die Adherence hängt aber nicht nur vom Arzneimittel, sondern vom zugehörigen Gesamtkonzept und dem Medikationsmanagement ab. Der Überblick und die Betreuung in allen Arzneimittelfragen wird in Zukunft vermehrt unverzichtbarer Bestandteil sein, um Therapietreue und Arzneimitteltherapiesicherheit weiter zu verbessern. Von Arzneimittelinnovationen und dem damit verbundenen Medikationsmanagement durch Apotheker werden Patienten in Zukunft maßgeblich profitieren.“

 

Dr. Karl Forstner beschrieb die Sicht der Ärzteschaft: „Innovationen am Arzneimittelmarkt bestimmen ganz wesentlich die zunehmenden Möglichkeiten in der Medizin. Der Einsatz dieser neuen Medikamente muss und wird wesentlich stärker als bisher den individuellen Bedingungen und Ansprüchen der Patienten folgen. Vorherzusagen sind bessere Therapieerfolge, möglich sind Effizienzsteigerungen; wenig wahrscheinlich sind jedoch sinkende Gesamtkosten.“

 

Dr. Michael Heinisch vertrat die Ansicht: „Das Österreichische Gesundheitswesen steht vor enormen Herausforderungen. Um für jeden Menschen den Zugang zu moderner, qualitätsvoller und finanzierbarer Medizin nachhaltig sicherzustellen, müssen wir gewohnte Wege verlassen und Gesundheit neu denken. Innovation in der Medizin braucht aber auch Innovation im Finanzierungssystem, bei dem nicht die Institution, sondern der Patient im Mittelpunkt stehen muss.“

 

Dr. Martin Hagenlocher bringt es auf den Punkt: “Forschungsschwerpunkte in nächster Zukunft werden Medikamente sein, die ein Altern mit hoher Gesundheit und hoher Lebensqualität ermöglichen. Im Fokus bleiben dabei die Onkologie, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Diabetes, Impfungen und die personalisierte Medizin. Die Forschungskosten werden aufgrund wachsender Anforderungen weiter steigen. Der volkswirtschaftliche Nutzen von innovativen Medikamenten, zum Beispiel durch verbesserte Patienten-Adherence dank leichterer Einnahme wird im derzeitigen System preislich nicht berücksichtigt. Wegen der langen Vorlaufzeit in der Forschung benötigen wir verlässliche Rahmenbedingungen und eine hohe Planbarkeit, die innovative Arzneimittel mit einem adäquaten Preisniveau ermöglichen.“

 

Dr. Clemens Martin Auer erklärte dazu: „Ich sehe heute die Arzneimittelkosten nicht mehr als Hauptthema bei der Kostenkonsolidierung im Gesundheitswesen. Da hat sich in den letzten 10 Jahren einiges geändert, zB durch die Schaffung des Erstattungskodex. Heuer liegen wir bei unter 2% Kostensteigerung für Arzneimittel, was weit unter der politischen Zielvorgabe ist.“

 

Über „Gesundheit im Dialog“:
„Gesundheit im Dialog“ ist der Titel einer jährlich durchgeführten Veranstaltung von Bayer Austria GmbH, der österreichischen Landesgesellschaft des Bayer-Konzerns in Kooperation mit der Industriellenvereinigung. Veranstaltungsort ist das „Haus der Industrie“ am Schwarzenbergplatz 4 in Wien, jenes Gebäude, in dem die Industriellenvereinigung ihren Sitz hat. „Gesundheit im Dialog“ wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal durchgeführt. Ebenso wie bei den Podiumsdiskussionen der Vorjahre ging es auch in diesem Jahr um ein gesundheitspolitisches Thema, nämlich: „Effizienzsteigerung durch Arzneimittelinnovation – wie sparen wir richtig?“ Im Publikum saßen VertreterInnen aus Wirtschaft, Politik, Gesundheitswesen und der Medien.

 

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