Gesundheit im Dialog:
Neue Medikamente – Chancen und Heraus- forderungen für die gesetzliche Krankenver- sicherung durch Arzneimittelinnovationen

IV-GS Neumayer: gesetzlicher Zwangsrabatt ist negativ für Standort und gefährdet Arbeitsplätze – Bayer Austria Geschäftsführer Hagenlocher: Gesetzliches Rabattkorsett kontraproduktiv für Patienten und Innovationswillen der Pharmaunternehmen

Wien (PdI) „Die Pharmaindustrie hat einen besonders hohen Stellenwert und ist Forschungs- und Innovationstreiber für den österreichischen Wirtschaftsstandort. In diesem Sektor werden nicht nur 18.000 Menschen beschäftigt, sondern er ist mit einer Forschungsquote von 14,4 Prozent einer der Innovationstreiber in Österreich“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer anlässlich der gestern, Mittwoch, stattgefundenen Diskussionsveranstaltung ‚Gesundheit im Dialog‘ der Industriellenvereinigung in Kooperation mit Bayer Austria. Von 2011 bis 2013 ist die Beschäftigung im Bereich Forschung und Entwicklung in österreichischen Pharmaunternehmen um 19,5 Prozent gestiegen, die Ausgaben für den genannten Bereich sind im gleichen Zeitraum um 67 Prozent auf knapp 285 Millionen Euro gestiegen. „Bedeutsam für den Wirtschaftsstandort und den Arbeitsmarkt ist, dass die Pharmaindustrie hohe Multiplikatoreffekte bezüglich Produktionswert, Wertschöpfung und Beschäftigung generiert, da jeder Euro, der in der Pharmaindustrie erwirtschaftet wird, eine Wertschöpfung von 1,97 Euro in der Gesamtwirtschaft erzeugt“, so der IV-Generalsekretär. „Durch enge Verknüpfungen mit anderen Wirtschaftszweigen sichert ein Job in der Pharmaindustrie 2,65 Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft.“

 

 

 

Zwtl: Innovationen helfen den Patienten und sichern das Gesundheitssystem

 

„Dass innovative Arzneimittel ein wesentliches Element im Gesundheitsbereich sind, ist unbestritten – für Patientinnen und Patienten, deren Leiden gelindert oder geheilt werden, sowie für ein intaktes Gesundheitssystems. Denn ist Heilung möglich, dann entfallen lebenslange medikamentöse Therapien oder auch volkswirtschaftliche Kosten wie Krankenstände oder Frühpensionen. Die Ermöglichung von Investitionen in Forschung und Entwicklung sind der Motor einer vitalen, immer älter werdenden Gesellschaft und Garant für Fortschritt. Wir als forschendes Pharmaunternehmen haben unsere Wurzeln ambitionierten ForscherInnen zu verdanken, die zum Teil bahnbrechende Entdeckungen zum Wohle des Menschen machten“, so Dr. Martin Hagenlocher, Geschäftsführer Bayer Austria. „Diesen Innovationswillen mittels eines gesetzlichen Zwangsrabatts mit völlig überhöhten Forderungen drosseln zu wollen, kann nicht im Sinne der Patienten sein. Die grobe Unverhältnismäßigkeit der Forderungen lässt sich schon allein daran erkennen, dass in den vergangenen 11 Jahren ein (großteils freiwilliger) Finanzierungsbeitrag der Pharmaindustrie im Ausmaß von durchschnittlich 22,5 Mio. € pro Jahr als ausreichend akzeptiert wurde, nunmehr aber 125 Mio. Euro pro Jahr vorgeschrieben werden, was eine Steigerung pro Jahr von 555 Prozent bedeutet.“

 

Zwtl: Reformen in den Sozialversicherungen angehen

 

„Der vom Gesundheitsministerium vorgeschlagene gesetzliche Zwangsrabatt ist kontraproduktiv für den Wirtschaftsstandort und für die Patientinnen und Patienten, die dringend auf – zum Teil – lebensnotwendige Arzneimittel angewiesen sind“, kritisiert Hagenlocher. Die Reformversäumnisse in zahlreichen Bereichen der Krankenkassen dürfen nicht mit einem deutlich überzogenen Zwangsrabatt der Pharmawirtschaft aufgebürdet werden. Es gilt in allen Bereichen der Krankenversicherung notwendige Reformen anzugehen sowie insbesondere auch bei Organisation und Verwaltung der Sozialversicherung, etwa bei Personal und eigenen Einrichtungen der Sozialversicherung, konsequent Effizienzsteigerungen zu realisieren. Die im Regierungsprogramm vorgesehene Studie zu Effizienzsteigerungen bei den Sozialversicherungsträgern liege etwa bis heute nicht vor, der gesetzliche Verwaltungskostendeckel für die Sozialversicherung sei vor Jahren ausgelaufen und die Krankengeldaufwendungen würden überproportional steigen. „Hier sollte angesetzt werden anstatt die Unternehmen immer weiter zur Kassa zu bitten“, betonte Neumayer. „Neue innovative Medikamente verbessern die Heilungschancen der Betroffenen und führen dadurch langfristig zu Einsparungen im Gesundheitssystem“, hielten Hagenlocher und Neumayer abschließend fest.

 

Bildnachweis: © Bayer Austria / Alexandra Eizinger

 

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